







Und wieder habe ich einem echt britischen Spektakel beiwohnen duerfen, denn am Samstag abend war der ganze Haufen mit den Williamsons zum Greyhoundracing in Portsmouth.
Maximal sechs dieser wunderschoenen Hunde treten gegeneinander an, auf unterschiedlichen Distanzen. Der "Falsche Hase", siehe Bild oben, wird auf einer Schiene aussen entlang der Rennbahn gezogen , an den Gattern der Hunde vorbei, dann werden sie losgelassen- und es ist echt unglaublich wie schnell die rennen koennen!!! Mehr als 45mph, damit sind sie die schnellsten Hunde der Welt:-) Natuerlich haben wir auch alle gewettet. Ich habe mit sicherem Auge immer die suessesten ausgesucht, auf die ich dann gesetzt habe(irgendein Schema muss man ja anwenden:-), und die sind dann auch immer ziemlich zuverlaessig letzte geworden:-) Ihr muesst doch aber zugeben, ein Hund mit dem Namen "Summer Lovin" klingt doch nach Gewinner:-)!!

Naja, da ihr mich ja gut kennt koennt ihr euch ja denken dass ich besorgt war, ob mir das gefaellt, ob die Hunde nicht gequaelt werden oder sonst was. Ich glaube, es ist nicht so brutal wie ich es mir vorgestellt habe. Dennoch bin ich davon ueberzeugt, dass sie lieber ueber eine Wiese rennen wuerden, mit anderen Hunden spielen (Greyhounds sind erwiesenermassen die am wenigsten zu agression neigende Hunderasse!) und am Abend in einem kuscheligen Hundebett liegen wuerden, statt immer nur in der Arena ihre Runde zu drehen, danach eingefangen und wieder in ihren Zwinger verfrachtet zu werden. Der Hund auf dem Bild ganz oben hatte nach weiteren zwei Runden, als das Rennen schon vorbei war, immer noch keine Lust wieder eingefangen zu werden.
Da mich diese Rasse so begeistert, habe ich mal recherchiert: Die meisten Greyhounds werden mit etwa vier Jahren in Rente geschickt. Manche haben keine Lust mehr, dem Hasen nachzujagen, sicherlich viele auch Verletzungsbedingt (gestern sind auch zwei uebereinander gestuerzt....mit umgerechnet etwa 72 kmh sicherlich sehr gefaehrlich fuer die Hunde). Da bleiben noch gute 8 bis zehn Hundejahre bevor das Leben wirklich zu Ende ginge. Leider werden viele eingeschlaefert, weil sie ausgediehnt haben. Besonders in Irland ist das wohl gaengig, und kann direkt am Renntag auf der Rennbahn erledigt werden......danke.
In den vielen "Greyhound-rescues" gibt es Hunde, die von ihren Besitzern dort zur Weitervermittlung abgegeben wurden, was wohl noch das Beste ist. Ich habe von einigen ausgesetzten Hunden gelesen, deren Ohren abgeschnitten wurden. Es ist verpflichtend, diese taetowieren zu lassen, um auf der Rennbahn zugelassen zu werden. Keine Ohren, keine Taetowierung, niemand weiss wem der Hund gehoert hat. England ist so ein tierliebes Land, nur Ausnahmen gibt es wohl echt immer.
Ich muss nicht wieder zum Greyhoundracing. England hat soviel Schoeneres zu bieten. Auch die Greyhounds gehoeren dazu. Aber fuer mich lieber nicht auf einer Rennbahn.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen